New York: Marathon am Broadway

New York: Marathon am Broadway

Die Tage sind wieder kürzer geworden, draußen wird es zunehmend kalt und ungemütlich. Der beste Zeitvertreib? Binge Watching, zu Deutsch Komaglotzen. Normal für all jene, die schon mal eine komplette Staffel der Lieblingsserie am Stück geschaut haben. Doch längst haben Netflix, Amazon Prime & Co. ausgedient – ab sofort findet der Serienmarathon am Broadway statt. Wer nur für ein paar Tage oder zu einem Stop Over in New York ist, dessen Zeit ist knapp kalkuliert – Theaterenthusiasten müssen sich dann einen ganz ausgefuchsten Plan zurechtlegen. Wie viele Shows kann man an nur sieben Tagen sehen? Bühne frei für die Binge Broadway Week!
Montag
Schläfriger Start: Die meisten Broadway Shows haben montags Spielfrei, nur eine Handvoll Musicals trotzen dem freien Tag, darunter Chicago, Wicked, School of Rock und Michael Moore: The Terms of My Surrender. Tickets sollten bereits weit im Vorfeld noch vor der Reise bei Reiseveranstaltern oder in Reisebüros gebucht werden, denn weniger Shows bedeuten gleichzeitig weniger verfügbare Tickets.
Dienstag
Zaghaft in Tag Zwei: Montag und Dienstag sind die einzigen Tage, an denen nur eine Show auf dem Tagesplan stehen kann, denn Matinee Aufführungen beginnen erst ab Mitte der Woche. Nach einem Sightseeing Tag in New York sollte definitiv um 19 Uhr das Musical Beautiful eingeplant werden. Das Stück über das Leben und die Musik von Carole King ist prall gefüllt mit Dutzenden von Ohrwürmern aus den 1960- und 1970ern. Nach der Aufführung: Ab ins Bett, denn die nächsten Tage erfordern Durchhaltevermögen.
Mittwoch
Mittwoch wird multipliziert: Um 14 Uhr geht’s los mit der Nachmittagsvorstellung von Anastasia. Nach der Show führt der Weg direkt in die Restaurant Row in der 46th Street zwischen 8th Avenue und 9th Avenue. Nachdem die Magen-Akkus aufgeladen sind geht es zum Broadway Theater, wo um 20 Uhr der Vorhang für Miss Saigon fällt. Dieser doppelte Showtag ist gleichzeitig ein Ticket rund um den Globus – von Zeiten höchster russischer Opulenz über das Paris der 1920er bis in die heißen, belebten Straßen von Saigon.
Donnerstag
Weise Wählen: Lediglich eine Handvoll Shows spielen donnerstags eine Matinee. Der Nachmittag gehört der Musik aus dem Untergrund und dem berühmten Kronleuchter aus Phantom of the Opera. Gut aufgewärmt mit Andrew Lloyd Webber sollte der begnadete Komponist auch Teil des Abendprogramms sein: Cats schleicht sich auf Samtpfoten in die 19 Uhr Vorstellung und beendet den Tag der Broadway-Klassiker, die beide genauso frisch daherkommen wie bei ihren ersten Spielzeiten in den 1980ern.
Freitag
Ein letztes Mal Schonzeit: Der Freitag wird nochmal doppelt bestückt, bevor beide Tage des Wochenendes das Triple schaffen. Den Anfang macht um 17 Uhr im Astor Place Theatre die Blue Man Group mit ihrer fulminanten Farbenpracht aus Musik, Theater und Comedy. Danach geht es auf direktem Wege, thematisch passend, rein in eine Welt der Seifenblasen im New World Stages Komplex zur The Gazillion Bubble Show.
Samstag
Der Ernst des Showlebens beginnt: Drei Stücke stehen in der Pipeline. Den Anfang macht um 14 Uhr The Book of Mormon – eine Vorstellung so urkomisch wie herzerwärmend. Sofern die stark beanspruchten Lachmuskeln es denn zulassen, geht’s im Anschluss weiter zu The Imbible im New World Stages Komplex. Die Komödie über die Geschichte von Cocktails und Spirituosen beginnt rechtzeitig zur Happy Hour um 17 Uhr – und das Beste: Drei Drinks sind im Ticketpreis inkludiert! Der Schnaps ist auch vonnöten, denn anschließend steht ab 20 Uhr die ernste Thematik von Come From Away auf dem Spielplan. Die Geschichte über die Geschehnisse vom 11. September berühren – doch gleichzeitig lässt die Zurschaustellung menschlichen Zusammenhalts das Publikum aus den Sitzen springen, um gemeinsam mit den Schauspielern zu tanzen – erst Recht nach den drei Cocktails von The Imbible.
Sonntag
Euphorisches Ende: Der letzte Broadway Tag zielt erneut auf die Lachmuskeln. Zum Mittagessen um 13 Uhr stehen ausnahmslos Lolli, Lakritz und Leckerli auf dem Plan: Charlie and the Chocolate Factory hat all das, was schon den Filmklassiker so beliebt werden ließ, inklusive des schwindelerregenden Schokozimmers und den winzigen Oompa Loompas. Aus dem wirren Wunderland zur energiegeladenen Extraklasse: Stomp startet um 17:30 Uhr am Off-Broadway im East Village. Nach dieser fulminanten Rhythmusexplosion geht’s, am besten im Taxi, zum Lyceum Theatre zu The Play That Goes Wrong um 19:30 Uhr – eine Show, die selbst hartgesottene Theatergänger ausknockt, wird hier doch gelacht, bis es wirklich schmerzt – der ideale Abschluss einer Binge Broadway Week.
 
Quelle: The Broadway Collection 02.11.17
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