Tennessee Music Pathways: Von Elvis Presley bis zu Dolly Parton

Tennessee Music Pathways: Von Elvis Presley bis zu Dolly Parton

Reiserouten zu 500 Stätten der Musik: Mit seinem neuen Projekt „Tennessee Music Pathways“ entwickelt der Musikstaat Tennessee eine Online-Landkarte der Wirkungsstätten seiner Stars wie Elvis Presley, B.B. King, Johnny Cash und Dolly Parton - aber auch unscheinbarer Kleinode des Blues und Rock ‘n‘ Roll, des Gospel und Soul sowie der Country Music.
Nach jahrelanger Vorbereitung gemeinsam mit Musikhistorikern hat das Tourismusministerium des Staates Tennessee die Tennessee Music Pathways am 15. September auf eine Festival in Memphis offiziell eingeweiht. Das englischsprachige Online-Angebot www.TennesseeMusicPathways.com identifiziert, erklärt und schützt Musikattraktionen von ganz groß - wie zum Bespiel Elvis Presleys Villa Graceland in Memphis bis zu winzig oder bisher unbekannt. Angezeigt werden auch Festivals wie das weltweit größte Country-Music-Ereignis CMA Music Fest in Nashville jährlich im Juni und Grabstätten wie die von Johnny Cash und June Carter in Hendersonville. Heimatorte wie Nutbush für Tina Turner sowie ehemalige und aktive Aufnahmestudios sind ebenfalls leicht zu finden.
Die neue Plattform stellt für Musikfans Fahrtrouten ganz nach individuellen Wünschen zusammen. Die Touren gehen nicht nur durch die Musikmetropolen Memphis und Nashville, sondern führen auch auf kleinen Landstraßen ins Hinterland, beispielsweise zum Birthplace of Country Music in Bristol, zum Tina Turner Museum in Brownsville und nach Sevierville, dem Geburtsort von Dolly Parton.
Gleichzeitig freigeschaltet wurde ein gemeinsames Projekt des Staates Tennessee mit der Zeitschrift Rolling Stone, Six Degrees. Das Portal zeigt an, ob und wie Musiker aus aller Welt über sechs Ecken oder weniger mit Tennessee verbunden sind.

Quelle: Tennessee Tourism 18.09.18

Colorado: Gesichter einer Stadt

Colorado: Gesichter einer Stadt

Aus dem Alltag einer ehemaligen Goldgräberhochburg der Rockies: Was macht einen kleinen Ort auf der Landkarte zu einem besonderen Ort in unserem Leben? Es sind ganz einfach die Menschen, die ihn prägen, ihm ein Gesicht geben und uns somit ewig in Erinnerung bleiben. Die Bewohner der nicht einmal 5.000 Einwohner „großen“ Goldgräberstadt Breckenridge, Colorado, erzählen voller Stolz, wie „Breck“ für sie zur Heimat wurde.
Der Norweger - Trygve Berge
Im Sommer ein Wander-, im Winter ein Skiparadies. Breckenridge ist heute bekannt als Weltklasse-Wintersportgebiet mit abwechslungsreichem Skiterrain und Pulverschnee. 1960, als Trygve aus Norwegen nach Breckenridge kam, sah das noch ganz anders aus. Es gab weder Skilift noch Pisten. Die Stadt hatte nur wenige Geschäfte und keinen Bürgersteig - der Bergbau war die wichtigste Einkommensquelle. Als ehemaliger Teilnehmer bei den Olympischen Spielen sah er die schneebedeckten Gipfel und wusste sofort, welches Potenzial in der Gegend steckt. Und so gilt er heute als Pionier, auf dessen Initiative hin 1961 das erste Skigebiet in Breckenridge eröffnete, Peak 8.
Der Fischer - Randy Veeneman
Das Fliegenfischen hat Randy Veeneman von klein auf in den zahlreichen Flüssen und Seen der Rocky Mountains rund um Breckenridge gelernt. Nun bringt er es an den selben Stellen seinen Kindern und Touristen bei. Randy ist in Breckenridge geboren und aufgewachsen. Vor 23 Jahren kam er mit seiner Familie wieder zurück, nachdem er zwischenzeitlich auf der Pro Beach Volleyball Tour spielte. Einer der Gründe? „Nur wenn ich hier bin und angle vergesse ich alles um mich herum und finde zu mir selbst.“
Die Künstlerin - Amy Evans
Von Aquarell- und Landschaftsmalerei über digitale Kunst bis hin zum Filmemachen - in Breckenridge wird Kreativität gelebt. Viele Künstler aus der ganzen Welt kommen hier her, leben für ein paar Wochen im stadteigenen „Arts District“ und stellen ihre Werke in der „Breckenridge Gallery“ zur Schau. Ihr Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf die Schönheit, die Breckenridge ausmacht, zu lenken. „Wandern, Biken, Snowboarden - wir machen hier so viel in der freien Natur und vergessen manchmal, welches Paradies uns hier eigentlich umgibt,“ so Amy Evans, eine der vielen Künstlerinnen und Künstler, die in Breckenridge leben. „Gibt es ein perfektes Motiv, um das Herz Breckenridges einzufangen? Ich weiß es nicht. Aber es wird dich finden. Sicher.“   
 
Quelle: LMG Management GmbH 13.09.18

Mississippi Writers Trail

Mississippi Writers Trail

Mississippi weist den Weg zu seinen Autoren! Mississippi hat einen Writers Trail gestartet, der den Weg weist zum literarischen Reichtum des Südstaats am gleichnamigen großen Strom der USA. Die erste Tafel wurde am 10. September eingeweiht: vor dem Haus Eudora Weltys in der Hauptstadt Jackson.
Eudora Welty, 1909 in Jackson, Mississippi geboren und dort bis zu ihrem Tod 2001 zu Hause gewesen, beschrieb das Leben in den Südstaaten und vor allem in ihrem eigenen Staat. Weltys Kurzgeschichten und Romane wurden in viele Sprachen übersetzt. Die "Tochter des Optimisten" ist erst im September 2017 bei Rowohlt erneut in deutscher Sprache erschienen. Auch ihre drei Essays "Vom Wagnis, die Welt in Worte zu fassen" und "Ein Vorhang aus Grün: Erzählungen Klein & Fein" sind weiterhin im deutschen Buchhandel lieferbar. Vor dem Haus der Pulitzer-Preisträgerin, dem Eudora Welty House and Garden an der 1119 Pinehurst Street im Stadtteil Belhaven, wurde am 10. September ein Schild enthüllt, das die Geschichte der Autorin aufzeigt: der erste „Marker“ des Mississippi Writers Trail.
Dabei handelt es sich nicht um eine zusammenhängende Reisestraße, wie der Name vielleicht vermuten ließe. Unter „Trail“ ist hier ein Wegweiser zu verstehen. Ähnlich wie der Mississippi Blues Trail, der - vor zehn Jahren mit gleichfalls nur einem Schild gestartet - zu nunmehr 200 spannenden Orten des ureigenen Musikgenres von Mississippi führt, soll der Mississippi Writers Trail den Weg zu großen Vertretern der amerikanischen Literatur weisen: Tennessee Williams mit seinem Geburtshaus in Columbus gehört ebenso dazu wie William Faulkner mit der Südstaatenvilla Rowan Oak in der Universitätsstadt Oxford. Dort hat Faulkner epochale Romane wie "Licht im August" geschrieben und die Entwürfe an die Wände gekritzelt - bis heute in dem Museum gut sichtbar.
Auch zu Gegenwarts-Schriftstellern von Weltruhm werden die Marker führen: zu John Grisham etwa, berühmt geworden mit "Die Firma" und ebenfalls aus Oxford - oder zu Greg Iles, dem Krimiautor aus Natchez, der in Stuttgart geboren wurde und mit "Natchez Burning" einen Mega-Bestseller gelandet hat. Donna Tartt, geboren in Greenwood und aufgewachsen in Grenada, gewann 2014 mit "Der Distelfink" den Pulitzer-Preis.
Tiefe Einblicke in die Literatur aus Mississippi vermittelt auch das Mississippi Arts+Entertainment Experience, „The MAX“. In diesem Museum in Meridian, das erst am 27. April 2018 eröffnet hat, geht es auch um Musik, Töpferei oder Jim Henson aus Leland, den Schöpfer der Muppets. Eine der sechs Galerien aber widmet sich ganz den Autoren aus dem Staat, neben den schon genannten auch Kolleginnen und Kollegen wie Natasha Trethewey, Jesmyn Ward, Richard Wright und Shelby Foote. Und Square Books in Oxford zählt zu den schönsten Buchläden der USA.
Der Mississippi Writers Trail entsteht als ein Projekt der Mississippi Arts Commission, in der führende Vertreter von Kunst und Literatur des Staates vertreten sind. Unter den Partnern findet sich auch das Mississippi Book Festival, zu dem jeden August Tausende von Bücherfans nach Jackson pilgern, sowie das staatliche Tourismusbüro Visit Mississippi. Dessen Direktor Craig Ray sagte bei der Enthüllung des erstes Schildes auf dem Mississippi Writers Trail: „Dieser Trail feiert den Ruhm und die großen Beiträge der berühmtesten Autoren Mississippis zur Weltgeschichte.“
 
Quelle: Verkehrsbüro Memphis & Mississippi 11.09.18

New York: Knallfarben und Pixie Cut am Broadway

New York: Knallfarben und Pixie Cut am Broadway

Knallfarben, ausladende Wimpern, Pixie Cut, Miniröcke - Twiggy! Der Beginn der Emanzipation, wild und fern jeglicher Etikette, freizügig statt verhüllt - die Modetrends der Swinging Sixties sind so lebendig wie nie zuvor, denn seit nunmehr fünf Jahren feiern sie Abend um Abend in dem Broadway Hit Beautiful - The Carole King Musical ihr Dasein. Alejo Vietti, Kostümdesigner der Show, verrät exklusiv im angehängten Interview, wie er eine bedeutende Mode-Ära in zweieinhalb Stunden Show packt.
So schön, so wahr: Beautiful, das Musical über Carole King, erzählt die inspirierende Geschichte einer Frau und ihrer Reise von der jungen Songwriterin hin zu ihrem Platz in der Rock & Roll Hall of Fame. Von den vielen Pop Klassikern, die sie für die Größten im Musikgeschäft schrieb, hin zu ihren eigenen, lebensverändernden Chartstürmern wie „Tapestry“ - Beautiful begibt sich zurück zu den Anfängen und von dort aus auf eine Reise durch ein ganzes Leben. Mit unvergesslichen Ohrwürmern wie „You’ve Got a Friend“, „One Fine Day“, „So Far Away“, „Take Good Care of My Baby“, „Up on the Roof“, „You’ve Lost that Lovin’ Feeling“, „Will You Love Me Tomorrow“ und „Natural Woman“ ist dieses Showhighlight gezeichnet von den Songs, an die sich jeder erinnert - und von einer Geschichte, die keiner je vergisst. Designer Alejo Vietti spricht im Interview über die Kostüme, die keiner je vergisst.

Mr. Vietti, jedes Jahr strömen immer mehr Studenten an den Broadway, um im Theaterbereich zu arbeiten. Wann war Ihnen klar, dass Sie als Designer am Theater arbeiten wollen?
"Mein Weg hin zu dem, was ich heute mache, war wie eine Achterbahnfahrt. Ich bin in Argentinien aufgewachsen, als Kind träumte ich immer davon, Bühnenbildner zu werden. Aber aus vielerlei Gründen bin ich in der juristischen Fakultät gelandet und habe dreieinhalb Jahre lang als Anwaltsgehilfe gearbeitet. Eines Tages fragte mich mein Vater, ob ich glücklich bin. Als ich dies verneinte, bat er mich, aufzuhören. Er ermutigte mich das zu lernen, was mich glücklich macht. Gleich am nächsten Tag habe ich mich in der Designschule eingeschrieben. Viereinhalb Jahre später bin ich dann nach New York gezogen - nur, um jeden meiner Designeridole anzurufen und um ein Vorstellungsgespräch zu bitten. Ann Roth (The Book of Mormon, Carousel) gab mir meinen ersten Job. Ich werde ihr auf ewig dankbar sein. Dann empfahl sie mich weiter - und so fing alles an."
 
Wie kamen Sie zu Beautiful: The Carole King Musical?
"Durch den Regisseur Marc Bruni. Marc und ich haben zusammen an einer Off-Broadway Show gearbeitet und wir hatten eine phantastische Zeit zusammen. Eines Tages sind wir auf einen Drink in der Bar des Paramount Hotel gegangen - und da fragte er mich unvermittelt, ob ich bei Beautiful dabei sein will. Ich habe sofort zugesagt - natürlich habe ich das! Ich bin so glücklich, Teil dieser wunderbaren Show zu sein!"

Wie haben Sie sich zu den Kostümen inspirieren lassen?
"Ich habe mich viel mit Fotografien von damals beschäftigt. Angefangen bei den Charakteren der Show über die damalige Mode bis hin zu den Menschen auf den Straßen. Nach einigen Wochen Recherche brauchte ich ein bisschen
Zeit, um das ganze Material zu ordnen, um ein Gefühl sowohl für die Rollen auf der Bühne, wie zum Beispiel die Bands The Shirelles oder The Drifters, als auch für die alltäglichen Leute von früher zu bekommen. Das Musical bewegt sich rasend schnell durch die Zeit und durch viele Jahre -– es ist enorm wichtig, dass die Kostüme mit dem Tempo mithalten, damit Zuschauer die Veränderungen der Zeit sehen und verstehen."

Carole King durchlebt im Musical große Veränderungen, die 60er selbst waren ein Jahrzehnt beispielloser sozialer Wendungen. Wie haben Sie die Entwicklung von Mensch und Zeit in den Kostümen verarbeitet?
"Für mich war es leicht, da die Show um 1957 beginnt. Damals war es wichtig, sich schön anzuziehen und gut auszusehen - mit Hüftgürteln, Petticoats und voluminösem Haar. Später bewegt sich das Musical dann durch die 1960er - bedeutungsvolle und glamouröse Jahre für die Mode. Es hat großen Spaß gemacht, die verschiedenen Styles dieser Perioden zu erforschen und sie für die Bühne zu adaptieren. Das Stück endet in den frühen 1970ern, eine eher entspannte Zeit für die Mode und jene, in der Carole sich für ein Leben als Künstlerin entscheidet und ihren ikonischen Look etabliert - die welligen Haare und die einfache Kleidung. Bei genauerer Betrachtung merkt man, dass sich die Charaktere mit der Zeit verändern. Sie fügen sich den Zwängen der späten 1950er, riskieren viel in den kreativen 1960ern und erreichen schließlich die gemäßigten, frühen 1970er."
 
Wie wirkt sich Ihre Arbeit als Designer auf das Publikum aus? Wie wird sie Teil der gesamten Erinnerung?
"Die Schönheit jeder Show steckt im gemeinsamen Erlebnis. Wenn meine Kostüme auf der Stange hinter der Bühne hängen, sind sie nur Kleidung. Die Schauspieler erwecken sie auf der Bühne erst zum Leben, zusammen mit der Perücke, dem Make-Up und den Lichtern der Show. Ein Element funktioniert nicht ohne die anderen. Man braucht den Gesamteffekt, um ein Musical wirklich erleben zu können. Und das ist der Grund, warum Zuschauer Theater lieben - und das ist genau das, woran sie sich erinnern."
 
Die Show läuft ja nun schon seit einiger Zeit - welches Kostüm war immer ihr Liebling?
"Oh, das ist eine wirklich schwere Frage. Ich liebe all die maßgeschneiderten Strickhemden der Show - und davon gibt es eine Menge in Beautiful. Ich mag besonders die Komplexität der Muster sowie deren Farbzusammensetzungen. Aber ich bin auch verliebt in das Kleid, das Carole zu Beginn und Ende des Musicals beim Carnegie Hall Konzert trägt. Es hat so ganz und gar nichts mit dem zu tun, was King in der Realität trug,
aber es wurde zu einem ikonischen Teil der Show. Es verbindet luxuriöse Stoffe - handgefertigte Seidenchiffons, Seidencharmeuse und sogar einige Swarovskikristalle in blau und lila, die am Gürtel hängen - mit einer einfachen,
leichten Silhouette. Das funktioniert super - sowohl für den Charakter, als auch für die Show."
 
Quelle: The Broadway Collection 11.09.18
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