| Blues, Country und Rock´n Roll! |
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Blues, Country und Rock´n Roll! Eine Reise durch die Musikwelt der USA beginnt beim Jazz in New Orleans, führt über den Blues des Mississippi-Deltas und den Rock´n´Roll in Memphis bis hin zum Countrysound in Nashville - und endet mit einem großen Bedürfnis nach mehr! Von Karin Ochenbauer Der „Deep South“ der USA mit seinen Staaten Louisiana, Alabama, Georgia, Mississippi und Tennessee war für mich immer sehr stark von Bildern aus Film und Literatur geprägt: von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, von „Wer die Nachtigall stört“ oder von den Werken William Faulkners, Toni Morrisons und Maya Angelous, deren Schilderungen der Welt der Schwarzen ein Gefühl von Schmerz und Einsamkeit bei mir hinterließen. Erst auf dieser Reise von New Orleans über Memphis nach Nashville tat sich mir ein neuer Reichtum der Süstaaten auf: nämlich die Musik! The Big Easy New Orleans und Jazz sind untrennbar miteinander verbunden, gilt doch „The Big Easy“ als Geburtsstätte des Jazz. Einen guten Einblick in die Geschichte dieser Musikrichtung erhält man in der „Old US Mint“. Noch viel schöner ist es aber, durch die Straßen des Vieux Carré zu schlendern, den Straßenmusikern zuzuhören und abends einen Platz auf einer der wenigen Holzbänke in der „Preservation Hall“ zu ergattern, wo in stimmiger Atmosphäre jeden Abend Jazz vom Feinsten geboten wird! I got the Blues Der Geburtsort des Blues wiederum ist nicht so ganz genau auszumachen. Er liegt irgendwo zwischen Texas und Georgia am Highway Nr. 61, auch Blues Highway genannt. Er führt entlang des Mississippis von New Orleans bis nach Chicago, über Vicksburg und Memphis. Auf der Strecke muss sich der Besucher Zeit nehmen für die vielen kleinen Orte, die zwischen den Baumwollfeldern Platz gefunden haben und Schätze beherbergen, ohne mit Plakaten und Tafeln darauf hinzuweisen. In Indianola z.B. wartet das erst im September eröffnete „B.B. King Museum“ – ein interaktives Museum, das das Leben des Künstlers, seine Musik und die Entwicklung des Blues so trefflich präsentiert, dass man selbst nach Stunden noch nicht gehen möchte – jedenfalls nicht, ohne ein CD zu kaufen. Zuhause beim King In Memphis dann „Graceland“, Elvis Presleys Zuhause. Mussten wir im Mississippi-Delta noch nach den Schätzen suchen, werden sie hier auf dem Präsentierteller gereicht. Prunk und Pomp zeugen vom Leben des King. Wie viele Alben, Goldene Schallplatten und Filme passen in ein so kurzes Leben? Im „Sun Studio“ erfährt man etwas über die Anfänge des jungen Elvis, der aus Tulepo, Mississippi, in die Musikstadt kam, um seinen ersten Song aufzunehmen. „One shot only“ gewährte man ihm. Und: Er wurde abgelehnt. Nur dank einer hartnäckigen Fürsprecherin bekam er eine zweite Chance! Sehens- und hörenswert ist auch die Beale Street – nur wenige Blocks lang, aber erfüllt von Musik! Zum Lunch geht’s in den „B.B.King Club“. Die Kellnerin ist ob ihrer Langsamkeit zu bewundern, die Musik umso spritziger. Der mit dem Wolf singt In Nashville, „Music City“ genannt, findet meine musikalische Reise beim Country ihr Ende – in der „Country Hall of Fame“. Filme, Musikproben und gut dokumentierte Sonderausstellungen bereichern drei Stockwerke des Museums. Die wahre Attraktion wartet jedoch draußen: „Das ist Kevin Costner, dort auf der Bühne!“ Es regnet, es ist kühl, und so wie die meisten, die hier am Straßenrand stehen und auf die „Veterans Parade“ warten, habe ich den Hollywoodstar gar nicht bemerkt – so wie er in seine dicke Jacke gehüllt ist, die Mütze bis tief in die Stirn gezogen. Es findet in Nashville der „Country Music Award“ statt, und Kevin Costner präsentiert seine erste CD! Klingende Souvenirs Was soll ich sagen: Ich hab’ sie gekauft … und dazu noch weitere 19 dieser Silberlinge: Jazz, Zydeco und Cajun, Blues, Elvis, Country. Zurück daheim genieße ich es, abends eine der CDs einzulegen und mich fallen zu lassen in den Rhythmus des „Deep South“! Quelle: Golden Age
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